Trumps Super Intelligence Force: Was die Executive Order sagt
6 Min. LesezeitDie US-Regierung hat KI in „Super Intelligence“ umbenannt und eine Task Force gegründet. Was die Anordnung sagt, was offen ist und was es für Firmen heißt.
Zunkiree Labs Team
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Kurz gesagt: Eine US-Executive-Order benennt „Artificial Intelligence“ in der gesamten Bundesregierung in „Super Intelligence“ um, und eine neue Super Intelligence Force hat 120 Tage Zeit für einen Bericht zu Risiken und Chancen. Das ist eine Änderung von Terminologie und Organisation. Sie bedeutet nicht, dass Superintelligenz im Sinne der Forschung entwickelt wurde.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Eine am 29. September 2026 gemeldete Executive Order benennt „Artificial Intelligence“ in der Bundesregierung in „Super Intelligence“ (SI) um.
- Die am 4. Oktober angekündigte Super Intelligence Force wird vom Direktor der Nationalen Nachrichtendienste, Jay Clayton, geleitet und hat 120 Tage für einen Bericht.
- Tech-Manager unterzeichneten im Weißen Haus eine Sicherheitsvereinbarung. Trump nannte sie „moralisch bindend“, rechtlich durchsetzbar ist sie nicht.
- Viele Details, darunter die vollständige Unterzeichnerliste und die Zusagen selbst, sind nicht öffentlich.
Was sagt die Executive Order?
Laut der Live-Berichterstattung von Fox News unterzeichnete Präsident Trump am 29. September 2026 eine Executive Order, die „Artificial Intelligence“ in der gesamten Exekutive in „Super Intelligence“ (SI) umbenennt. In der Anordnung heißt es: „The terminology used by the Federal Government should reflect the transformative capabilities of these technologies.“
Zudem erhalten Beamte des Weißen Hauses 60 Tage, um einen Gesetzestext vorzuschlagen, der „Super Intelligence“ und „SI“ im Bundesrecht definiert.
Was ist die Super Intelligence Force?
Am 4. Oktober berichtete TechCrunch, Trump habe eine Task Force namens „Super Intelligence Force“ geschaffen, die die Bundesarbeit zu fortgeschrittener KI koordinieren soll. Laut Bericht:
- Vorsitz: Jay Clayton, Direktor der Nationalen Nachrichtendienste.
- Stellvertretende Vorsitzende: Andrew Ferguson (FTC-Vorsitzender), Emil Michael (Staatssekretär im „Department of War“ für Forschung und Technik) und Scott Kupor (Direktor des Office of Personnel Management).
- Frist: 120 Tage für einen Bericht über Risiken und Chancen von KI und „Super Intelligence“.
- Auftrag: Er betont, „overregulation and regulatory capture that would stifle innovation“ zu verhindern.
Trump sagte, die Force solle „ensure that America continues to lead the World in Super Intelligence“ und „protect the interests, and improve the lives, of all Americans“.
Was ist mit der Sicherheitsvereinbarung?
Führungskräfte großer KI-Unternehmen trafen sich im Weißen Haus und unterzeichneten eine Sicherheitsvereinbarung. Fox News berichtet, Trump habe sie als „morally binding“ bezeichnet, was etwas anderes ist als rechtlich durchsetzbar. TechCrunch nennt sie eine unverbindliche Selbstverpflichtung, deren Details vage bleiben.
Es gibt auch Kritik. Senator Richard Blumenthal sagte, Verstöße müssten nicht öffentlich gemacht werden und Unternehmen könnten ohne rechtliche Folgen aussteigen. Unter den genannten Teilnehmern waren Führungskräfte von Anthropic, Meta und OpenAI; die vollständige Unterzeichnerliste und der Wortlaut der Zusagen wurden in der von uns gesichteten Berichterstattung nicht veröffentlicht.
Heißt das, dass Superintelligenz da ist?
Nein. Es ist eine Entscheidung über Namen und Organisation, kein technischer Meilenstein. In unserem Erklärartikel Was ist Superintelligenz und warum heißt sie so? beschreiben wir Superintelligenz als hypothetische KI, die dem Menschen in nahezu allen Bereichen weit überlegen wäre. Bei keinem System besteht Einigkeit, dass es dieses Niveau erreicht hat, und eine neue Wortwahl der Regierung ändert daran nichts.
Es zeigt aber, dass „Superintelligenz“ aus Forschungsarbeiten in die Sprache der Politik wandert. Deshalb suchen mehr Menschen danach.
Was bedeutet das für Unternehmen?
Die meisten Unternehmen sind heute nicht direkt betroffen, aber die Richtung lohnt Aufmerksamkeit:
- Neue Definitionen sind zu erwarten. Der in etwa 60 Tagen fällige Gesetzestext könnte prägen, wie Gesetze fortgeschrittene KI beschreiben.
- Den 120-Tage-Bericht beobachten. Er kann künftige Bundesleitlinien zu KI-Risiken und Regulierung beeinflussen.
- Nicht auf freiwillige Zusagen verlassen. Eine nicht durchsetzbare Selbstverpflichtung ersetzt keine eigene KI-Governance: benannte Verantwortliche, Zugriffsgrenzen und Protokolle.
- Begriffe präzise halten. In Verträgen und Marketing sind „KI“ und „Superintelligenz“ nicht austauschbar. Behaupten Sie keines von beiden stärker, als Sie belegen können.
- Vor dem Handeln aktuelle Quellen prüfen. Die Details entwickeln sich noch; bestätigen Sie sie anhand von Primärquellen, bevor Sie Richtlinien ändern.
Die Kurzfassung
Die US-Regierung hat KI im Bundesgebrauch in „Super Intelligence“ umbenannt, eine Task Force mit 120-Tage-Frist eingerichtet und von Tech-Chefs eine unverbindliche Sicherheitszusage erhalten. Die wichtigsten Fakten, etwa der Inhalt der Zusage und künftige Regeln, sind noch offen. Praktisch heißt das für Unternehmen: die eigene KI-Aufsicht in Ordnung halten und den Bericht verfolgen, sobald er erscheint.
Mehr Kontext bietet unser Überblick zu KI-Trends und Prognosen für 2026.
Häufig gestellte Fragen
Was ist die Super Intelligence Force?
Eine am 4. Oktober 2026 angekündigte US-Bundes-Task-Force unter Vorsitz des Direktors der Nationalen Nachrichtendienste, Jay Clayton, die 120 Tage Zeit hat, einen Bericht zu Risiken und Chancen fortgeschrittener KI vorzulegen.
Hat Trump KI in Super Intelligence umbenannt?
Ja, innerhalb der Bundesregierung. Eine am 29. September 2026 gemeldete Executive Order benennt „Artificial Intelligence“ in der gesamten Exekutive in „Super Intelligence“ (SI) um und verlangt binnen 60 Tagen einen Gesetzestext, der die Begriffe definiert.
Ist die KI-Sicherheitsvereinbarung rechtlich bindend?
Nein. Trump nannte sie „morally binding“, rechtlich durchsetzbar ist sie nicht. Kritiker wie Senator Blumenthal weisen darauf hin, dass Unternehmen ohne rechtliche Folgen aussteigen können.
Bedeutet das, dass Superintelligenz erreicht wurde?
Nein. Es geht um Terminologie und Organisation. Bei keinem System besteht Einigkeit, dass es Superintelligenz erreicht hat.
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Quellen
- TechCrunch, Trump unveils his new Super Intelligence Force, 4. Oktober 2026
- Fox News, AI leaders meet with Trump and sign safety agreement (Live-Berichterstattung), 29. September 2026